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Projektbeispiel: Mit einer "kompakte Planung" kleine Verteilerräume optimal nutzen

Aktualisiert: Okt 22

Von Dietmar Grötz / Produktexperte Passives Datennetz


Im einem unserer Projekte war, wie so oft, der Platz für potentielle Verteilerräume und für technische Infrastrukturen zu klein. Der Platz im Gebäude sollte aus Sicht der Architekten für die eigentliche Gebäudenutzung verwendet werden. Die technischen Infrastrukturen mussten sich mit einem limitierten Raumangebot begnügen. Andererseits bestand die Notwendigkeit, die komplexen gebäudetechnischen Infrastrukturen in diese Räume zu integrieren.

Eine „kompakte Planung“ war nötig, aber auch die Herausforderung in diesem Projekt. Diese Kompaktheit bündelte sich besonders in den Verteilerräumen, da dort nicht nur das passive Datennetz, sondern auch andere Gewerke untergebracht werden mussten. Es ging zunächst um eine kollisionsfreie Planung, aber auch um einen „ergonomischen Betrieb“ der passiven Infrastrukturen. Die vom Kunden beauftragten Monteure und Techniker waren an den Verteilerpunkten in den vielen Jahren des Betriebes des passiven Datennetzes tätig. Bei ihnen ist die Zeit Geld. Gerade deshalb sollen sie einfach agieren können.

Ein Teilergebnis unseres Produktes Passive Infrastruktur – Planung und Beratung, war ein „ergonomischer Verteilerpunkt“. Die Ergonomie des späteren Betriebes wird bereits in der Phase der Planung mitberücksichtigt. Die Parameter dieser Ergonomie waren:

  • Die Anordnung der Verteiler in Räumen bzw. die Raumgestaltung insgesamt.

  • Die Struktur und richtige Positionierung der Verteiler im Raum.

  • Die Kabelführung innerhalb des Verteilerraums sowie Stockwerks oder gebäudeübergreifend

Die Kabelführung in Verteilerräumen und Trassierungswegen stellte hierbei eine besondere Herausforderung dar, da sie für den späteren Betrieb eine hohe Relevanz hatte. Die Kabelführung, sowohl hinter dem Patchpanel als auch vor dem Patchpanel, war dafür wichtig. Hinter dem Patchpanel musste dafür gesorgt werden, dass der Freiraum für den Einbau von aktiven Komponenten im Verteilerschrank erhalten bleibt. Die Kabelführung im vorderen Teil des Verteilerschrankes musste eine einfache Patchung und Rangierung und ein hohes Maß an Übersichtlichkeit ermöglichen. Damit einhergehend wurde eine effiziente Beschriftung der unterschiedlichen Bestandteile der Verteiler entwickelt. Nur so konnte man sich später im Betrieb einfach zurechtfinden. Und das Highlight der „ergonomischen Verteiler“ war die dazu passende Dokumentation. Wir lieferten nicht nur ein perfekt ausgearbeitetes Beschriftungskonzept inkl. der Beschriftung vor Ort, sondern auch die dazu passende Dokumentation in einem Datenbanksystem. Hierzu verwenden wir die Expertise unseres Produktes Passives Datennetz Planung und Beratung.

Der Nutzen des ergonomischen Verteilers war der einfache Betrieb im Lifecycle. Über viele Jahre hinweg sind Monteure und Techniker am Verteiler tätig und freuen sich, dass sie dies mit einem durchdachten Konzept tun können. Ein durchdachtes Konzept ist mehr als die Summe von Einzelteilen. Dafür sorgten wir.

Wenn Techniker und Monteure im Lifecycle am ergonomischen Verteiler arbeiten, sparen sie vor allen Dingen Zeit und damit Geld. Wenn man sich überlegt, wie oft im Verteiler gepatcht und rangiert wird, kann man sich ausrechnen, welch ein bedeutender Hebel der Wirtschaftlichkeit die Ergonomie des Verteilerpunktes hatte. Über viele Jahre konnten gut geplante Verteilerpunkte für Begeisterung bei der Umsetzung der dort notwendigen Arbeiten sorgen. Durch die zukunftssichere Planung wird das Konzept auch nach einigen Jahren Bestand haben.

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